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Im zarten Alter von 8 Jahren habe ich meine erste Kamera bekommen. Es handelte sich um eine Beirette SL 100 des VEB Kamerafabrik Freital (Beier). Sie war als Einsteiger- und Kinderkamera ausgelegt. Eine Kleinbildkamera mit einem Chromar 11 - Objektiv (2,8/45) und einem Varioverschluß. Die Blende konnte man nicht verstellen und für die Verschlußzeit gab es die Einstellungen "sonnig", "bewölkt" und "B". Die Entfernung konnte man in folgenden Stufen einstellen: 1 - 3 m, 3 - 8 m und 8 m bis unendlich. Sie besaß sogar einen Mittelkontakt-Blitzschuh! Sie kostete 20 (DDR)Mark. Falsch machen konnte man mit dieser Kamera nichts. Besonders viel konnte man aber auch nicht mit ihr machen, außer eben Schnappschüsse. Aber als achtjähriger war ich froh überhaupt einen eigenen Fotoapperat zu besitzen. Ich habe sie immer mit ins Ferienlager genommen und viele, viele Erinnerungsfotos gemacht.
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Beirette SL 100
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Später habe ich mir öfters die Kamera meines Papas geliehen. Eine Beirette SL 200. Sie hat ein dreilinsiges Meritar Objektiv (2,8/45) und der Verschluss ein einfach Vario mit der Belichtungsreihe B, 1/30, 1/60 und 1/125 Sekunden. Diese Kamera besitzt auch eine Blendeinstellung. ;-) Auf dem Objektiv befinden sich Einstellmarken für 2.8, 4, 5.6, 8, 11, 16 und 22. Die Entfernung stellte man für Folgende Werte ein: 0.6m, 0.7m, 0.8m, 0.9m, 1m, 1.2m, 1.5m, 2m, 3m, 5m, 10m und unendlich. Sie besaß auch eine Schnellspannvorrichtung und ein Zählwerk. Und natürlich auch einen Mittelkontakt-Blitzschuh. Mit ihr machte das Fotografieren schon mehr Spaß und man konnte auch schon etwas falsch machen ;-) . Bei einem Foto, das ich von meinem Papa machte war zwar mein Papa scharf, aber der Hintergrund unscharf. Damals dachte ich, ich hätte einen Fehler gemacht *kicher* . Diese Kamera habe ich bei meinen Eltern im Keller gefunden und nun ist sie in meinem Besitz.
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Beirette SL 200
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In einem Preisauschreiben gewann ich dann, ich war ca. 14 Jahre alt, eine Beirette VSN. Diese Kammera hat sich dann ab und zu mein Papa von mir geliehen ;-) . Mit ihr verwendete man die Filme, die auch "richtige" Fotografen benutzten und nicht "nur" die SL-Kasseten. Natürlich hatte sie einen Mittelkontakt-Schuh. Sie besaß ein vollvergütetes Objektiv Meritar 1:2,8/45mm. Die Blende wählte mann entweder über eine Symbolautomatik oder über die selben Blendeinstellung wie der SL 200 ein. Die Entfernung konnte man ebenfalls wie bei der SL 200 einstellen. Im Sucher gab es einen Leuchtrahmen und Parallaxenmarken. Sie hatte einen Schnellspannhebel und ein automatisch rückspringendes Bildzählwerk sowie eine Doppelbelichtungssperre. Mit ihr kam ich mir schon richtig vor, wie ein "echter" Fotograf. Diese Kamera hätte ich mir nie leisten können, so das ich der Glücksgöttin heute noch sehr dankbar bin. Leider hat mein Papa diese Kamera im Urlaub an einer Parkbank vergessen. Über Ebay habe ich mir wieder eine für meine Sammlung besorgt.
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Beirette VSN
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Als ich in die Lehre kam, verflog mein Interesse für das Fotografieren. Das hielt sich bis 1995. In diesem Jahr kaufte ich mir meine erste Kamera selbst. Es war eine Dynax-500 von Minolta. Ich konnte mir diese Spigelreflexkamera nur auf Abzahlung leisten. Ich hatte ein Zoomobjektiv (35 - 70mm) dazu bekommen und sie hatte verschiedene Motivprogramme. Mit dieser Kamera ist meine Leidenschaft für das Fotografieren wieder entflammt. Wenn ich diese Kamera bei mir hatte, habe ich jedem Japaner Konkurenz gemacht. Sie wurden quasi gelb vor Neid ;-) . Da man bei dieser Kamera von der Automatik auch auf Manuell umstellen konnte, fing ich auch langsam an etwas zu experimentieren. Aber nicht sehr oft. Denn ein eigenes Labor konnte ich mir natürlich nicht leisten. Schade ist nur, das diese Kamera mir gestohlen wurde. Aber wie alles im Leben haben auch negative Ereignisse auch etwas gutes. Denn so kaufte ich mir eine Digitalkamera. ;-)
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Dynax-500 von Minolta
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Seite 2 Kamerageschichte
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